Dielen-Böden

Ein Dielenboden ist ein Echtholz-Fußboden aus schmalen oder breiten (aber besonders langen) Holz-Elementen, mit einer Stärke von ca 21–50 mm, die nach Möglichkeit sogar in Raumlänge verlegt werden. Er wird auch daher auch „Schiffsboden“ oder „Riemenboden“ genannt und zählt neben dem stirnseitig verlegten Holzpflaster zu den ältesten Formen der Holzböden.

Im Bereich der Echtholz-Böden zeichnet den Dielenboden insbesondere sein Format aus, da kleinere Formate eher zum Parkett zählen. Die Holzelemente können in vielen verschiedenen Breiten, Längen und Ausführungen eingesetzt werden. Wichtig ist das stoß- und fugenfreie, stets durchgehende Erscheinungsbild des „einzelnen Elements“.

Auch im Dielen-Bereich werden heutzutage meist mehrschichtige Dielenböden verlegt. Mit einer oberen Nutzschicht von 2 bis 6 Millimeter aus traditionellen Holzarten wie Ahorn, Buche oder Eiche ist der Dielenboden auch sehr belastbar und kann je nach Höhe der Nutzschicht mehrfach renoviert werden. Solche klassischen „Landhausdielen“ sind beispielsweise auch Dreischicht-Dielen, die mit ihrem Nut- und Federsystem sowohl schwimmend als auch verklebt verlegt werden können.

Mehrschicht-Dielenböden haben zum Einen den Vorteil, das Sie nur ungefähr halb so viel schwinden bzw. quellen, wie reines Vollholzmaterial. Werden Sie zudem verklebt, minimiert sich das Schwund- oder Quellmaß nochmals um die Hälfte. Zum Anderen sind sie durch die preiswertere Mittellage günstiger als Vollholz-Dielen.

Dielen: Holzbretter oder Holzbohlen?

Massive Dielen sind Holzelemente mit einer Stärke von meist 21–50 mm und einer Breite ab etwa ab 60-80 mm. In der Regel bezeichnet man Holzelemente mit einer Stärke von weniger als 40 mm als „Brett“ und welche einer größeren Stärke als „Bohle“.

Materialien für Dielen-Böden

Als Materialen kommen meist Nadelhölzer zum Einsatz, wie Kiefer, Lärche oder Fichte/Tanne, da diese sich besonders eignen. Jedoch werden Dielen gelegentlich auch aus deutlich wertigeren Laub- oder Tropenhölzern hergestellt. In Altbauten mit Baujahren um 1900 findet sich auch häufig das damals gängige Importholz Douglasie, welches ebenfalls eine hohe Festigkeit und Stabilität aufweist.

Bevor es Sägewerke gab, wurden die einzelnen Dielen bzw. Holz-Bretter oder Holz-Bohlen per Hand aus den dicksten Stämmen gesägt, wobei hier besonders wertvolle Holzelemente als „Herzbrett“ aus der Mitte des Stammes gewonnen werden konnten, da sie durch Ihre innere Holzstruktur als nahezu Verzerrungsfrei galten. Doch dadurch waren die Dielen-Böden von damals auch teilweise sehr uneinheitlich in ihrer Struktur, Fugenbreite und Höhe. Das änderte sich erst mit der industriellen Holzverarbeitung, wodurch die Dielen einheitlich dünn, breit und lang werden konnten. Zudem konnten sie über eine Spundung besser verlegt werden, indem man die Nut- und Federsysteme direkt in die Hölzer einarbeitete.

Dielen-Materialien

Die Auswahl ist heutzutage fantastisch, doch nicht jedes Material eignet sich für jeden Einsatzzweck. Lassen Sie sich von uns einfach beraten und rufen Sie gleich an: